Familie Eisenlöffel und mehr ...
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Die Eisenlöffel im Ausland

Nach der langen und erfolgreichen Ära in Bensheim waren unsere Vorfahren zunächst in größerer Anzahl selbständige Bauern geworden. Sie konnten einerseits auf ihrem eigenen Grund und Boden wirtschaften, den sie beispielsweise als Burgmannen per "Sold" oder als "Lehen"  erworben hatten. Andererseits heirateten sie Töchter aus gut aufgestellten Bauernfamilien und kamen so zu eigenem Besitz. Doch um 1750 wurden die Eisenlöffel immer öfter zu Tagelöhnern (Tagner genannt) oder zu Feldarbeitern (Ackermann genannt).  Der Lebenskampf war für sie so schwer geworden, dass sie den relativ hohen gesellschaftlichen Standard ihrer Bensheimer  Vorfahren völlig aus ihrer Erinnerung verloren hatten. Jedenfalls hat keine der heute noch existierenden pfälzischen Familien Eisenlöffel/Eislöffel eine Überlieferung ihrer Abstammung aus Bensheim gekannt. Bis etwa 1980 wusste  kein einziger Eisenlöffel etwas von der einstigen Bensheimer 300-jährigen Familiengeschichte; natürlich wusste auch der Autor unserer Familienchronik nichts davon. 

Im Lebenskampf waren einige Pfälzer Eisenlöffel so arm geworden, dass sie immer auch an eine Auswanderung in ein anderes Land gedacht haben, wo sie  günstigere Voraussetzungen für ein einigermaßen zufrieden stellendes Leben vorzufinden hofften. Um das Jahr 1760 sind viele Pfälzer nach Amerika aufgebrochen, auch einige Familien Eisenlöffel. Darüber wird in unserer Chronik gesondert berichtet.

Auswandererschiff Ankunft New York 1896
Die historischen Bilder geben einen Eindruck davon, wie beschwerlich die Reise nach Übersee war

Manche Pfälzer Familien scheiterten aber an der über Nacht teurer gewordenen  Schiffspassage. So blieb um 1760  ein Dutzend Familien am Niederrhein in der Gocher Heide hängen, im heutigen Kreis Kleve, nahe der holländischen Grenze. In ihrer Armut und Heimatlosigkeit fanden sie die Gunst des damals regierenden preußischen Königs Friedrich II., was dazu führte, dass die gestrandeten Emigranten aus der Pfalz eine eigene  Siedlung  errichten durften, die sie Pfalzdorf nannten.  Unter ihnen war auch der Bauer Johann Nicolaus Eisenlöffel, * 17.01.1735, der neun Kinder hatte. Sein  Enkel  Johann Nicolaus Heinrich Eisenlöffel ist 1830 nach Holland ausgewandert und hat sich in Amsterdam niedergelassen.

Von ihm stammen die heutigen holländischen "Eisenloeffel" ab. Ihre Familiengeschichte kann nachgelesen werden in dem Kapitel "Die Eisenlöffel im Ausland, I/2 Holland". Die Kolonie Pfalzdorf besteht indessen noch heute, aber die Spuren der Pfalzdorfer Eisenlöffel sind - außer der Sippe in Holland - leider bisher nicht ausfindig zu machen gewesen. Vermutlich  sind sie in der Nordheide inzwischen ausgestorben. Die Eisenlöffel in Holland sind die älteste Sippe, die noch heute in einem europäischen Land außerhalb von Deutschland lebt. Drei Fotos zeigen  die Mehrheit unserer ehrenwerten holländischen "Cousinen und Cousins". Unser "Verbindungsmann" zu ihnen ist Jan-Kees Eisenloeffel in Baarn.

1910 Eisenloeffel Holland 1916 Eisenloeffel Holland 2004 Eisenloeffel Holland
1910 1916 2004

Erst im 20. Jahrhundert  sind Eisenlöffel (aber keine Eislöffel) in andere europäische Länder gelangt:  Um 1905 nach Luxemburg. Leider haben wir kein Foto von diesen Familien.  Um 1920 gelangte Jakob Eisenlöffel aus Kischker in der Batschka nach Frankreich. Seine bewegende Lebensgeschichte geht einem zu Herzen. Die Geschichte dieser europäisch-ausländischen Eisenlöffel wird in unserer Familienchronik unter "Die Eisenlöffel im Ausland  1/1 Frankreich" präsentiert. Von Jakob und seinen heute lebenden Nachkommen haben wir die untenstehenden Fotos.

Jakob und Jeanne Ajzenlefel Jacques Familie
Jakob und Jeanne Ajzenlefel Jacques und Familie 
Jean Pierre und Familie Patrick und Familie
Jean Pierre und Familie Patrick und Familie

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1944/45 gelangte - als Folge einer politisch erzwungenen Flucht aus Jugoslawien - die Familie des Johann Eisenlöffel aus Krtschedin  nach Österreich. Er war für die genealogische Entwicklung einer ganzen österreichischen Sippe maßgeblich gewesen. Wir  haben ein typisches Foto von ihm und seiner Frau Margaretha, geborene Bieber. Ihr Enkel Alfred Eisenlöffel war Schulleiter in Langenlebarn und mit der Lehrerin Edith Seidl verheiratet. Er starb an einem Herzleiden leider schon mit 57 Jahren. 

 Johann und Margarethe  Alfred
Links: Johann und Margarethe
Rechts: Alfred Eisenlöffel

Viele  interessante Geschichten von Familien Eisenlöffel und Eislöffel haben sich in Amerika abgespielt. Dorthin war bereits im Jahre 1843 der Witwer Johann Karl Eisenlöffel mit fünf erwachsenen Kindern aus Rüdesheim an der Nahe ausgewandert. Seine Nachkommen bevorzugten für ihren Familiennamen die einfachere Schreibweise "Eisloeffel". Es gibt heute noch ein gutes Dutzend "Eisloeffel" in den USA. Ihre Familiengeschichte ist gut erforscht. Leider haben wir kein Foto von irgendeinem dieser Sippe. Unser "Verbindungsmann" zu ihr ist der Lehrer Marsden Lee Eisloeffel in Belleville, Illinois.

Ebenfalls um diese relativ frühe Zeit war ein Nachkomme der Pforzheimer Linie   nach Amerika ausgewandert. Es war der Pfarrersohn Hermann Eissenlöffel, der 1835 geboren war  und 1882 in Battle Creek gelebt hat. Sein älterer Bruder Friedrich Wilhelm hatte ihm einen Brief geschrieben, der ihm laut Mitteilung des Postamtes ausgehändigt worden aber anscheinend von ihm nicht beantwortet worden war. Wir wissen inzwischen, dass er mit Eva D. aus Berlin verheiratet war. Die Eheleute hatten einen Sohn und drei Töchter.

Um 1910 ist der Donauschwabe  Wilhelm Eisenlöffel  aus Katsch in Jugoslawien nach Amerika gegangen. Seine Nachkommen sind uns als William II. und William III. bekannt. Daten von ihren Familien haben wir bis zu den Geburtsjahrgängen 1980. Leider ist es noch nicht zu einer effektiven Forschungsarbeit mit ihnen gekommen. 

Nach dem 2. Weltkrieg ist ein anderer Donauschwabe - dessen vor den Tito-Partisanen geflüchtete Familie zunächst in Deutschland gelebt hatte - 1956 nach Cleveland im US-Bundesstaat Ohio ausgewandert.  Es war Philipp Eisenlöffel, * 19.05.1908, dessen Kinder und Kindeskinder heute eine zahlenmäßig beachtliche Sippe bilden und als mittelständische Industrieunternehmer sehr erfolgreich sind. Einige Bilder zeigen die einzelnen Familien dieser amerikanischen Eisenlöffel.

Phillip und Eva Eisenlöffel Eisenlöffel Kinder von Phillip und Eva Erich und Johanna Eisenlöffel
Philipp u. Eva Eisenlöffel ihre Kinder... Familie Erich Eisenlöffel

Als letzter Zweig in den USA ist die Familie von Henry Eisenlöffel zu nennen. Er entstammt der Luxemburger Linie des Philipp Eisenlöffel und dessen Ehefrau Anna Zeimes aus Hallgarten, die seine Großeltern waren. Aus erster Ehe stammt der Sohn Mike, der seit 1999 ebenfalls amerikanischer Staatsbürger ist. Henry ist am 10.04.2005 nach schwerer Krankheit m Alter von 62 Jahren verstorben.

Henry Eisenlöffel

Henry Eisenlöffel (†)

Henry Sohn Mike mit Tochter Erika

Henry's Sohn Mike mit Theodore und Erika

 

Familie Robert Eisenlöffel  

Zu den Namensträgern in Übersee zählen auch die Eisenlöffel in Kanada. Es handelt sich um die Familie Robert Eisenlöffel, * 16.02.1931 in Beschka, der ebenfalls ein Donauschwabe war (ein Neffe des obigen Philipp) und  1959 nach Kitchener in der Provinz Ontario ausgewandert ist. Er ist 1996 relativ früh gestorben. In und um Kitchenr leben aber weiterhin seine Frau Eva, geb. Schramowski, sowie die Söhne Bob mit Ehefrau Jeannette und den Kindern Deborah, Jennifer und Kelly, John mit Ehefrau Gudrun und den Söhnen David und Robert sowie Martin. 

Die Geschichte aller Familien in Übersee ist in der Familienchronik unter "Die Eisenlöffel in Übersee" ausführlicher beschrieben. Wir freuen uns auf Kontakte mit den Interessenten unserer Homepage unter den auf der Hauptseite angegebenen  Adressen.

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