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Meine erste Reise in meinen Geburtsort Beschka

Unsere bzw. meine 1. Reise in meinen Geburtsort Bescka (ich wurde 1941 geboren) war für mich das überwältigendste und wichtigste Erlebnis in Bezug auf meine Herkunft, das Leben meiner Eltern, Großeltern, Verwandten, die emotionalste und persönlichste Reise. Anfangs hatte ich Bedenken, meinen im Rheinland geborenen Ehemann mitzunehmen. Ich wusste nicht was mir begegnen würde, wusste nicht wie die Beschkaer Landsleute auf ihn wirken würden. Ich hatte vor der Reise mit meinen verschiedenen älteren Cousinen korrespondiert und völlig unterschiedliche Auskünfte über Beschka, das Haus der gemeinsamen Großmutter usw. erhalten, sogar die Warnung: „lass deinen Mann zu Hause, du blamierst dich.“
Ich bin überglücklich, dass ich meinen Mann mitgenommen habe, er wünschte dies ohnehin. Wir haben gemeinsam erlebt, wie die Bilder, die wir uns von den unzähligen Erzzählungen meiner Mutter gemacht hatten, nun eine konkrete Form erhalten haben.
Blick in die Selescht Das Weber Haus
Mich erfasste eine absolute Liebe zu diesem Ort, alles, alles hatte mit mir zu tun. Ich spürte, warum meine Mutter und mein sieben Jahre älterer Bruder so voll waren von diesem Leben in Beschka, von dem Ort, wo auch noch mein Vater lebte, der im April 1945 in Sarajevo gefallen ist. Hier in Beschka konnte ich sehen, wo er gelebt, gewohnt, gearbeitet hatte.
Ich traf sogar einen Deutsch-Serben, der noch wusste, dass mein Vater in der Mühle bei Kniesel’s die Buchhaltung machte und er zeigte mir das Gebäude, das als ausgebrannte Ruine noch steht.
Die Kniesel Mühle in der Dampfmühlgasse
Die Begegnung mit den Landsleuten war das andere. Schon die Busfahrt war ein einziges wunderbares Erlebnis. Alle waren mir auf Anhieb vertraut, konnte mir doch jeder etwas erzählen von dort wo meine Wurzeln sind. Was mich besonders glücklich machte, war die Tatsache, dass in diesem Beschka Menschen mit einer warmherzigen anheimelnden und inteligenten Mentalität gelebt haben und ich bin stolz auf unsere Herkunft, unsere Landsleute.
Erinnerungen und neue Freundschaften
Meine Seele erlebte Streicheleinheiten allein durch den Klang der Stimmen. Ja, das alles wollte ich Ihnen sagen, es soll ein Dankeschön sein an Sie, die Sie maßgeblich an all dem Erlebten beteiligt sind. Sie sollen wissen, wie dankbar ich Ihnen für diese Reise in meine Heimat bin. Sie brachte mich meinen lieben, fast nicht gekannten Angehörigen, meinem Vater, den Großeltern näher.
Der Gedanke, ob ich nochmals nach Beschka möchte, ist für mich noch nicht zu Ende gedacht. Diese erste Reise zu toppen ist nicht möglich!
Willi und Elsa Plein, geb. Weber
 
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