Familie Eisenlöffel und mehr ...
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Unsere Fahrt nach Beschka 2010


Im Januar diesen Jahres rief mich Dr. Ludwig Eisenlöffel, dessen Namen ich bis dahin noch nie gehört hatte, an, um mir von Beschka, dem Geburtsort meiner Mutter und meinen Großeltern Sophia Antoni geb. Grumbach und Karl Antoni zu erzählen.
Er hat mich neugierig gemacht als er so begeistert von seinen Busfahrten mit Besch'kemer Leuten berichtete. Also beschlossen Wolfgang, mein Mann, und ich, so eine Fahrt auch mal mitzumachen.

Wir bekamen von den Eisenlöffels alle Unterlagen zu der perfekt geplanten und ausgetüftelten Fahrt zugeschickt und die Vorfreude und Erwartung wuchsen.
Dienstagfrüh, 8.6.2010, ging's los von Bad Säckingen nach Schliersee. Wir wurden sehr nett von dem Ehepaar Eisenlöffel empfangen und andere Mitreisende waren auch schon da.
Mit dem Taxi ging es nach Irschenberg, Einstieg in den Bus, der schon in Karlsruhe startete.
Erstes kennen lernen und sich bekanntmachen fand im Bus schon statt, denn Frau Eisenlöffel verteilte Namensschildchen, was sich als sehr hilfreich erwies. Mir fiel diese Herzlichkeit wie miteinander umgegangen wurde, sehr angenehm auf! Die erste Übernachtung in St. Pölten, dann Richtung Serbien.Die Landschaft änderte sich, es wurde alles eben und man konnte dieses fruchtbare Land mit seinen riesigen Ackerflächen sehen.

Lydia Lydia Lydia
Wir kommen unserem Ziel näher...

Wir kamen unserem Ziel immer näher. An der serbischen Grenze ist es uns beiden, Wolfgang und mir, obwohl es schon heiß war, noch heißer geworden, denn, die Reisepässe wurden von einem Grenzer zur Kontrolle eingesammelt und wir mussten leider feststellen, dass wir alles, was man so braucht, dabei hatten, aber nicht unsere Pässe!!! Wir hatten sie einfach vergessen,
obwohl es dick in den Unterlagen stand! Tja, was nun??
Sämtliche Bemühungen und Telefonate von Dr. Eisenlöffel und Dekan Wendel mit den entsprechenden Behörden und Botschaften hatten keinen Erfolg. Ich hatte ja die Hoffnung, dass die Serben diese Angelegenheit etwas großzügiger handhaben würden, zumal ab dem darauf folgenden Samstag Passerleichterungen angekündigt waren! Aber nein, wie naiv gedacht!! Wir mussten mit unserem Gepäck aussteigen und wir wurden ins serbisch-ungarische Niemandsland zurückgeschickt. Wie uns später erzählt wurde, war es dem Grenzer wohl auch sehr unangenehm, so handeln zu müssen!
Uns war es auch nicht wohl in unserer Haut. Erste Reaktion von meinem Mann  war, wieder nach hause zu fahren. Am liebsten wäre er gleich mit einem Nachtzug von Budapest zurück. Ich dachte, das kann ja wohl nicht sein, jetzt sind wir so weit gekommen und sollen zurück? Nein, mir fiel während der Busfahrt nach Szeged und der Zugfahrt nach Budapest ein, dass ja ein Cousin von mir, Willi Antoni, der Sohn von Karl Antoni, dem ältesten Bruder meiner Mutter, in der Nähe von Budapest wohnt! Durch einige Telefonate habe ich die Nummer von ihm herausbekommen (wir hatten zum letzten Mal vor fünf Jahren Kontakt) und siehe da, es taten sich auf einmal wieder neue Wege auf! Ich musste an die Andacht mit Dekan Wendel im Bus denken, er gab uns den Leitspruch: Herr, Du stellst unsere Füße auf großen Raum!!

Willi holte uns ab, wir konnten bei ihm übernachten und am nächsten Morgen telefonierten wir erst mal mit der deutschen Botschaft in Budapest. Willi war so nett und brachte uns mit 1 1/2 Stunden Autofahrt nach Budapest zur Botschaft. Die Angaben über uns aus Bad Säckingen waren in der Zwischenzeit schon eingetroffen und nach einer halben Stunde konnten wir neue Reisepässe in Empfang nehmen. Willi brachte uns noch zum Auslands-Bahnhof und um 13 Uhr fuhr unser Zug wieder Richtung Belgrad! Um 19.30 Uhr wurden wir von Dekan Wendel und Thomas in Novisad abgeholt und wieder zu unserer Gruppe nach Beschka gebracht. Wir spürten, wie groß die Freude von allen und auch von uns war, wieder da zu sein! Der Empfang in dem Hotel an der Donau war überwältigend! Es wurde uns so viel Mitgefühl entgegengebracht, wir waren gerührt! War das das Besch'kemer Herz?? 

Lydia Lydia Lydia
Der neue Reisepass... ...herzlicher Empfang... ...Willkommensständchen...

Jedenfalls hat sich der ganze Aufwand gelohnt und wir hätten echt was verpasst, wenn wir das nicht gemacht hätten!!
Über das ganze andere Programm haben sicher schon andere berichtet, das oben erwähnte war eben unser Spezialprogramm!
Einen Programmpunkt möchte ich aber doch noch erwähnen, der uns sehr beeindruckt hat.
Das war der Nachmittag im Kulturhaus zur Feier des Partnerschaftsvertrages der beiden Gemeinden Karlshuld und Beschka! Erstens, dass so etwas überhaupt zustande gekommen ist, zweitens, die Meisterleistung des Übersetzens von Ludwig Eisenlöffel, drittens, die Vorarbeiten  von Dekan Wendel und dem Bürgermeister und seinen Gemeinderäten und auch die von der Besch'kemer Seite und zum Schluss diese mit Bravour gezeigten Volkstänze!! Einfach klasse, was diese jungen Leute drauf haben!!

Lydia Lydia Lydia
Ein beeindruckendes Programm im Kulturhaus

Zum 'Schluss möchte ich noch erwähnen, wie wichtig es für mich war, die Orte mal zu sehen, die ich nur vom Hörensagen kannte. Auf diese Weise kam ein Puzzlestein zum anderen!
So bleibt uns jetzt nur noch übrig, uns ganz herzlich für diese Reise und die ganze Arbeit,
die damit zusammenhängt, zu bedanken.
Lydia und Wolfgang Mewes 

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