Familie Eisenlöffel und mehr ...
Guten Morgen , heute ist Samstag, 29. Februar 2020 |
 
Klicken Sie auf die Marker für weitere Informationen

Wiedersehen mit der alten Heimat

von Werner Kniesel

Werner Kniesel


Wie in den vergangenen sieben Jahren, fand auch in diesem Sommer vom 11. – 17. Juni  eine Gruppenreise nach Beschka, Serbien, statt.  Dr. Ludwig Eisenlöffel und seine Frau Ursula stellten, zusammen mit Dekan Karl-Heinz Wendel, erneut ein vielseitiges Programm mit interessanten Höhepunkten zusammen. Es ist offensichtlich, dass sich diese Besuche im ehemaligen Heimatort bei vielen Donauschwaben grosser Beliebtheit erfreuen. Wieder waren es über 50 Personen aus Deutschland (37), Österreich (2), Frankreich (1),  der Schweiz (1)  und Kanada (2), die daran teilgenommen haben. Niemand denke, dass es nur ältere Personen waren. Die älteste Teilnehmerin war zwar 89, die Jüngste aber gerade erst 20 Jahre alt. Das durchschnittliche Alter lag dieses Mal bei 61 Jahren.

Susanna Weiss Luisa Fischer

Die gute Gemeinschaft unter den Teilnehmern
Schon die ersten Begegnungen beim Warten auf den Bus in Ulm ließen erkennen, dass es sich hier um Menschen handelte, die ein gemeinsames Interesse zusammengebracht hat. Wenn sich die meisten auch nicht persönlich kannten, so stellte sich doch sehr bald heraus, dass sie die gemeinsame Herkunft aus Beschka untereinander verbunden hat. Hin und wieder stellten sich auch entferntere verwandtschaftliche Verbindungen heraus. Unterwegs wurden dann noch an Raststätten in Deutschland und Österreich weitere Mitreisende aufgenommen. Während der Fahrt im Bus entwickelten sich herzliche Gespräche, die gegen Mitternacht aber verstummten. Etwas ermüdet, doch voller Erwartung traf die Gruppe nach einer Nachtfahrt am nächsten Vormittag in Beschka ein.

In Beschka sein – immer noch daheim
Es würde den Rahmen dieses Berichtes sprengen, auf alle Einzelheiten einzugehen. Da war einmal die herzliche Begrüssung und  das überaus reichhaltige Frühstück auf dem Salasch der Familie Stojsic, die gute Herberge im Hotel SIDRO an der Donau, der Empfang im Gemeinderat durch den Herrn Bürgermeister, der Besuch der serbisch-orthodoxen Kirche, die Schiffsfahrt auf der Donau mit Mittagessen im nahen Restaurant, das künstlerische Folklore- Programm der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen im  Kulturhaus, speziell für die Gäste dieser Reise veranstaltet, oder der entspannte Rundgang auf dem Piaz (Wochenmarkt).
Nicht zu vergessen die reichhaltigen und immer gut schmeckenden Mahlzeiten zu Mittag und am Abend, jeweils von einer Musikgruppe begleitet.

Tamburasi Buffet Sidro
Wie im Schlaraffenland...
Gemeinde Schiff Serbische Kirche
Kindergarten Pijaz ?
Jeden Tag ein volles Programm...

 Eindrucksvoll war der Besuch auf dem Friedhof, wo nicht nur der in Beschka ruhenden Toten gedacht wurde, sondern auch der Beschkaer, die von Mai 2010 bis Mai 2012 an ihren neuen Wohnorten überall auf der Welt gestorben sind. Viele Teilnehmer suchten das Grab von verstorbenen Verwandten und manche sind dabei auch fündig geworden. Ein Gottesdienst in der katholischen Kirche, geleitet von Dekan Karl-Heinz Wendel, gab der Reise eine  spirituelle Note.

Friedhof Gruppe
fester Programmpunkt: Besuch des Friedhofs

Sicher werden die meisten Teilnehmer auch die Momente nicht vergessen, in denen sie die Strassen und Häuser suchten, in denen entweder sie, ihre Eltern oder Grosseltern bis zur Flucht 1944 gewohnt hatten. Leider fanden nicht alle was oder wen sie gesucht haben. In Beschka wurde viel neu gebaut. Doch es gab manche erfreuliche Begegnung mit Ortsansässigen, die sich zum  Teil noch an ihre damaligen deutschen Nachbarn erinnern konnten. Bemerkenswert war die freundliche Aufnahme,  die uns die serbische Bevölkerung erwiesen hat.

Park Park
Wiedersehen nach über 65 Jahren

Ausflüge und Besichtigungen
Eine Fahrt nach Novi Sad mit einem kurzen Besuch der so schönen Innenstadt, die Besichtigung der Festung Peterwardein, der Besuch in Sr. Karlovci und des dortigen  Archivs von  Dir. Žarko Dimić waren Höhepunkte; und natürlich auch die Fahrt in die Fruschka Gora und die Besichtigung von einigen der dort angesiedelten alten serbisch-orthodoxen Klöstern. Da Serbien noch nicht im  „Navi“- System erfasst ist, waren die Beschkaer „Lotsen“, die uns überallhin begleitet haben, für unsere zwei Busfahrer sehr hilfreich.

Novi Sad Novi Sad Novi Sad
Nach so vielen Eindrücken tut eine Stärkung gut...
Kloster Kloster Kloster
Ausflug in die Fruschka Gora und Besuch in 2 Klöstern
Donau Donau Donau
Auf dem Spazierweg entlang der Donau entdeckten wir: Maulbeeren

Dann kam der Abschied
Mit einem gemeinsamen Essen im Restaurant CENTAR beendeten wir den Aufenthalt in Beschka und traten die Heimreise – wieder durch die Nacht – nach Ulm an. Von dort fand jeder noch einen passenden Anschlusszug nach Hause. Dankbar für alle Erlebnisse verabschiedeten sich die Teilnehmer, die diese Reise  wohl nie vergessen werden. Als der mit 35 Jahren jüngste männliche Teilnehmer auf der Rückfahrt im Bus den Veranstaltern mit anerkennenden Worten dankte, bekamen die mit ihrem Herzblut engagierten Leiter dieser fröhlichen Gruppenreise einen langen Applaus. Für das nächste Jahr haben sich bereits wieder ein Dutzend Interessenten gemeldet.

Werner Kniesel  (2. Sohn des ehem. Mühlenbesitzers Philipp Kniesel in Beschka)

 

Wir verwenden auf unserer Webseite Cookies. Wir speichern dort Informationen, die zum Navigieren auf unseren Seiten notwendig sind. Detaillierte Informationen und wie Sie der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK