Familie Eisenlöffel und mehr ...
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Ludwig David Eisenlöffel (Jahrgang 1928)
Meiner Abstammung nach bin ich ein „Donauschwabe“ aus dem ehemaligen Jugoslawien. Nach der Flucht im Oktober 1944 kam ich nach Hausham. Meine Pläne, Lehrer zu werden, musste ich erst einmal begraben. So lernte ich zunächst Friseur, weil es nichts anderes gab. 1950 bekehrte ich mich  zu Jesus Christus,  was mein Leben total veränderte.  Ich machte in Rummelsberg eine diakonische Ausbildung zum Heimerzieher. 1954 wechselte ich in die Theologie. Mein Berufsleben habe ich als Dozent und Rektor am  evangelisch-freikirchlichen Theologischen Seminar in Erzhausen verbracht. Ich war Mitglied in der freikirchlichen Pfingstbewegung in Deutschland und in den meisten überkonfessionellen und ökumenischen Gremien (FFP, DEA, VEF, ACK, EGG) aktiv beteiligt.
Im Ruhestand schrieb ich  eine Chronik von 300 Seiten über „600 Jahre Geschichte der Familien Eisenlöffel in aller Welt“ (2000). In Fleckeby (bei Eckernförde) betreute ich Spätaussiedler und Asylbewerber. Hier entstand auch eine Seniorenarbeit innerhalb der evangelischen Kirche, die bis heute noch besteht. Für mein ehrenamtliches Engagement erhielt ich von der NEK (Nordelbische Kirche) das Ansgarkreuz. „Nebenbei“ promovierte ich in Philosophie und Theologe (2004).

Ursula Eisenlöffel, geborene Hilmes, (Jahrgang 1941). Geboren wurde ich in Bochum, in Witten bin ich aber  aufgewachsen. Nach der Schulzeit habe ich zunächst eine kaufmännische Bürolehre abgeschlossen. Mit 19 Jahren ging ich in die Krankenpflege. 1964 zog ich nach Offenbach. Dort traf ich eine persönliche Entscheidung für Jesus. Aus innerer Berufung  absolvierte ich mit 25 Jahren eine evang.- freikirchliche theologische Ausbildung. Ich war einige Jahre im Gemeindedienst. Nach meiner Ordination arbeitete ich vorwiegend als Jugendmissionarin. 1985 folgte ich einem Ruf  als Jugendpastorin in einem überkonfessionellen Heilpädagogium in Eckernförde an der Ostsee. 2003 ging ich nach 45 Jahren eines wechselvollen Berufslebens in Rente. Seitdem bin ich die „Chefsekretärin“ meines Mannes und mache hauptsächlich die Arbeit am Computer.

Wir beide sind 2003 nach Schliersee in Oberbayern umgezogen. Wir lieben diese schöne Gegend und wollten hier unseren Ruhestand genießen. Es kam aber doch etwas anders. Von Anfang an arbeiten wir ehrenamtlich in der evangelischen Kirche mit zwei Seniorenkreisen an verschiedenen Orten. Dazu kommt die Betreuung der Senioren, wenn sie ins Altenheim gehen.
2004 begann unsere Versöhnungsarbeit zwischen den ehemaligen deutschen Bewohnern des Dorfes Beschka (zwischen Novi Sad und Belgrad) und den heutigen rund 7000 serbischen Bewohnern dieses Ortes.
Seit 2008 recherchierten wir gleichzeitig nach Namen und persönlichen Daten von rund 2000 donauschwäbischen Familien aus dem Ort Beschka.  Wir wollten damit die abgebrochene Geschichte der vertriebenen Generation mit der ihrer Nachkommen verbinden. 2010 veröffentlichten wir als Ergebnis unserer Recherchen das Buch " Deutsche Familien aus Beschka und ihre Nachkommen 1860 - 2010. 

Ludwig-David und Ursula Eisenlöffel
  

 



Ehrung

Der Autor unserer Familienchronik, Ludwig David Eisenlöffel, hat ein weites Herz. Er sucht nicht nur die Angehörigen seiner weltweit verstreuten Sippe zusammen zu führen, sondern geht allen Menschen nach, die Geborgenheit, Schutz und Heimat suchen. Sein Motto lautet:

"Wir leben nicht, um zu verdienen, sondern um zu dienen." In dieser Gesinnung hat er sich von Jugend auf im kirchlichen Dienst engagiert. Die Nordelbische Evangelich-Lutherische Kirche und der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Eckernförde verliehen  ihm durch Probst Kammholz am 21.04.2002 in der St. Laurentius Kirche zu Kosel in Schleswig-Holstein, das Ansgar-Kreuz.

 

Ansgarkreuz David mit Kreuz Urkunde
v.l.n.r.: Probst Kammholz, Ludwig D. Eisenlöffel, Pastor Lehmann Ludwig-David mit dem Ansgar-Kreuz  


Seine gesamte Lebensleistung als Theologe und Seelsorger wurde am 04.02.2004 von der Life Christian Univertity in Tampa/ Florida mit der Verleihung der Doktorwürde in Theologie und Philosophie anerkannt. Seine Dissertation beschreibt die neuzeitliche Kirchengeschichte in Deutschland unter dem Aspekt urchristlicher Frömmigkeit von 1945 - 1985.

Die erweiterte Dissertation ist als Buch erschienen unter dem Titel "Freikirchliche Pfingstbewegung in Deutschland 1945 bis 1985" im Verlag Vandenhoek und Ruprecht, Göttingen, März 2006.

(Erstellt: 25.12.2009, letzte Änderung: 01.10.2014)