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Zuspruch für März 2010

„…Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben“  (1. Timotheus 6,12a)


Der Apostel Paulus kannte schon die antiken Olympischen Spiele vor zweitausend Jahren. Und er benutzte ihre Regeln als Gleichnisse für das Leben der Christen. Es gibt im so genannten „NeuenTestament“ (NT) ein gutes Dutzend Textstellen, die sich auf den Brauch der Olympischen Spiele beziehen. Eine davon habe ich bereits als  Überschrift zu diesem geistlichen Zuspruch gewählt.

Es sind bei Paulus die beiden Begriffe „Laufen“ und „Kampf“, bzw. „Kämpfen“, die er zum besseren Verständnis des christlichen Glaubenslebens verwendet.  Eine kleine Auswahl aus dem 1. Brief an die Korinther im Kapitel 9  liest sich so (nach Schlachter) und lässt sich bestens auf die Nachfolge Jesu anwenden. Was können wir daraus lernen?

1. „Wisst ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Lauft so, dass ihr ihn erlangt!  (Vers 24)
a. die „Rennbahn“ bedeutet, dass der Läufer innerhalb „seiner“ vorgegebenen Spur bleiben muss, weil er sonst disqualifiziert wird. - Jesus sprach vom „schmalen Weg“.
b. der Rennläufer braucht Ausdauer (Geduld) und muss das Ziel im Auge behalten  - Jesus sagt: „Es werden nicht alle, die zu mir sagen „Herr, Herr…ins Reich Gottes kommen, sondern die den Willen meines Vaters tun“.
c. Der „Lauf“ ist ein Kampf, der eine starke Motivation und Willenskraft erfordert, d. h. das Glaubensleben ist kein Spaziergang oder individuell angepasstes „Jogging“.
2. Jeder aber, der sich am Wettkampf beteiligt, ist enthaltsam in allem – jene, um einen vergänglichen Siegeskranz zu empfangen, wir aber einen unvergänglichen“ (Vers 25).
a. Wer sich am Wettkampf beteiligt, tut es freiwillig. Er hat vorher trainiert, hat sich qualifiziert, wird dabei von anderen ermutigt.-  Jesus sagt: „Wer mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst…“
b. Der Sportler will einen „Siegeskranz“ gewinnen - in unserer Zeit eine Medaille. Dieses Ziel ist ihm so wichtig, dass er sich von allem enthält, was seine Fitness beeinträchtigen könnte. – Jesus sagt: „Trachtet zuerst nach dem Reiche Gottes…“
c. Beim Sport geht es um einen vergänglichen Ruhm, im Glaubenslauf des Christen um einen unvergänglichen. Mit diesem Vergleich will der Apostel dazu motivieren, dass sich die Christen mit Leib und Seele auf das einstellen, was bleibend ist: das ewige Leben.
3. So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse, ich führe meinen Faustkampf nicht mit bloßen Luftstreichen, sondern ich bezwinge meinen Leib und behandle ihn als Sklaven, damit ich nicht anderen predige und selbst verwerflich werde (Vers 26-27). 
 a. Paulus „läuft“ nicht nur.  Er wendet das sportliche Beispiel in einen Boxkampf um. Damit kann er noch besser erklären, dass die Nachfolge Jesu keine Spiegelfechterei ist. Die „Faustschläge“ des Glaubens sind keine Luftnummern, keine bloß äußerlichen Gesten oder religiöse Kulthandlungen. – Jesus sagt: „Wer in mir bleibt, der bringt viel Frucht“.
b. Der Glaubenskampf ist keine Frage bloß intellektueller Bejahung von Dogmen,  Konfessionen und Sakramenten, sondern eine Frage der Hingabe des Leibes als Gefäß und Werkzeug des Heiligen Geistes. - Jesus sagt: „Predigt das Wort, heilt die Kranken, treibt die Dämonen aus“.
c. Wir sollen  nicht anderen predigen und selbst als Christen unbewährt bleiben. Es geht um die Glaubwürdigkeit derer (Prediger), die sich Christen nennen aber keine sind. – Jesus sagt: „…sie sagen es wohl, tun es aber nicht“.

So können  die olympischen Winterspiele mit ihren Gewinnern und Verlierern für uns Christen ein Gleichnis und Ansporn werden, unsere Berufung ernst zu nehmen und auf Jesus Christus zu vertrauen, der uns im Kampf des Glaubens  nicht alleine lässt.

Ludwig David Eisenlöffel

 

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